28.10.2016

Das Märchen von der Energieeinsparung

ÖDP will Volksabstimmung zur Zeitumstellung

Johannes Schneider

Dr. Claudius Moseler

Am vergangenen Wochenende wurde wieder auf die "normale" Winterzeit (MEZ) umgestellt. Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) spricht sich erneut gegen die im März und Oktober immer wieder stattfindende Zeitumstellung aus. „Wir müssen uns ernsthaft fragen, ob die Zeitumstellung überhaupt sinnvoll ist oder eher ein Ausdruck überbordender EU-Bürokratie“, betonen ÖDP-Landesvorsitzender Johannes Schneider und ÖDP-Landesschriftführer Dr. Claudius Moseler. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ist gegen die Zeitumstellung: Laut Forsa-Befragung im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit 74%. Wir fordern das EU-Parlament und die EU dazu auf, dafür zu sorgen, dass die Zeitumstellung abgeschafft wird (Änderung der EU-Richtlinie 2000/84/EG). Und die Bürgerinnen und Bürger müssen die Gelegenheit bekommen, durch qualifizierte Umfragen oder in einem Volksentscheid zu entscheiden, ob sie die Sommerzeit oder die Winterzeit bevorzugen. „Dann stände alles wenigstens auf einem demokratischen Fundament!“ so die beiden ÖDP-Politiker.

Die ursprünglich erhoffte Energieeinsparung durch die Zeitumstellung sei, so die ÖDP, ausgeblieben. Im Gegenteil: Kosten, Energie und Zeit werden benötigt für die überflüssige Umstellung von Uhren, Fahrplänen, Computerprogrammen usw. Zudem würde bei vielen Menschen und Haustieren der Stoffwechsel unter der Umstellung noch wochenlang danach leiden. Auch für Schulkinder ist die Zeitumstellung ein Problem. „Wir müssen uns wirklich die Frage stellen, ob man Entscheidungen, die sich als unsinnig und bürgerfern erweisen, wieder rückgängig machen sollte, dies gilt auch in der EU“, so Moseler.

Kategorie: Raumordnung, Verkehr und Energie, Demokratie und Bürgerbeteiligung